Marco Iannicelli zum hello creator Festival

Click for english version.

Marco Iannicelli ist ein unabhängiger Produktdesigner und Künstler. Sein Fokus liegt auf dem Design von Möbeln und Lichtobjekten. „Die Möbel sind meine Leinwand.“, erzählt er im Interview mit Creatopia, „Sie sind das Medium meine künstlerischen Botschaft.“

Marco Iannicelli eröffnete 2010, direkt nach Abschluss seines Studiums an der Academy of Fine Arts Maastricht, sein Studio und ist seitdem mit seinen Werken national und international erfolgreich. Als Kreativschaffender der Euregio veranstaltet er zusammen mit Fabian Seibert und Nora Huszka in der Galerie vorn und oben in Belgien eine Ausstellung, in der unter anderem seine Installation „ONE BRANCH“ vorgestellt wird.

Im Interview mit Creatopia spricht er über das hello creator Festival, sein kreatives Schaffen und „ONE BRANCH“.

Interview mit Marco Iannicelli

Wer bist du eigentlich?

Wer ich eigentlich bin, kann ich dir gar nicht so genau sagen. Ich erzähle dir lieber, was ich mache. Ich bin Marco Iannicelli und Produktdesigner. Ich habe bis 2010 in Maastricht an der Academy of Fine Arts studiert und mich direkt danach selbstständig gemacht und ein Studio gegründet.  Seitdem beschäftige ich mich mit dem Design von Möbeln und Gebrauchsgegenständen und habe mir so eine eigene Manufaktur geschaffen. Die Möbel sind meine Leinwand. Die Funktionalität der Möbel und Gegenstände werden so zum Medium meiner künstlerischen Botschaft.

Stellst du bei deiner Veranstaltung im Rahmen des hello creator Festivals deine Möbel aus?

Nein, ausnahmsweise mal nicht. Bei der Ausstellung in der Galerie vorn und oben geht es diesmal um ein reines Kunstobjekt ohne bestimmte Funktionalität. Aber Design und Kunst verschwimmen ja eh oft ineinander. Im Rahmen des hello creator Festivals möchte ich die Installation „One Branch“ vorstellen. Ein aus einem Ast geschnitztes Kunstwerk, das eine Kette darstellt. Ich habe alles per Hand und mit den einfachsten Werkzeugen geschnitzt. Außerdem habe ich ein Haiku dazu verfasst, das auch Teil der Ausstellung sein wird.

 „One Branch“ wird allerdings auch nicht das einzige Ausstellungsstück sein. In der Ausstellung werden Stücke von drei verschiedenen Designern und Künstlern ausgestellt. Fabian Seibert stellt 10 Outfits seines neuen Latex Mode Labels vor und Nora Huszka stellt durch eine Lesung und eine Ausstellung ihrer Kunst ein ganzes Jahr ihrer Arbeit vor.

Also ein bunter Mix?

Absolut. Wir hatten gestern den ersten Eröffnungstag und obwohl alles so unterschiedlich ist, hat das echt gut funktioniert. Da die Galerie vorn und oben von Benjamin Fleig in Belgien liegt, haben wir auch den Vorteil das unter strengen Hygienevorgaben noch Leute die Ausstellung besuchen dürfen und nicht alles virtuell abgehalten werden muss. Das hello creator festival wird bei uns allerdings virtuell stattfinden.

Was genau passiert denn beim hello creator Festival?

Es wird einen virtuellen Rundgang geben. Wie genau wir diesen ausgestalten, ist noch in der Planung. Aber es soll möglich sei, alles, was man hier vor Ort erleben und sehen könnte, auch virtuell mitverfolgen zu können.  Wir werden da schon eine gute Regelung finden.

Das hello creator Festival ist als dezentral stattfindendes Festival kein normales Festival. Worin siehst du die Vorteile eines solchen dezentralen Festivals?

Ich glaube zentrale und dezentrale Festivals haben beide ihre Vor- und Nachteile. Ich würde deshalb nicht sagen, dass ein dezentrales Festival besser oder schlechter ist als ein anderes Festival. Es ist nur anders.

Da der hello creator e.V. sich als eines seiner großen Ziele das Vernetzten von Kreativschaffenden untereinander und von Kreativschaffenden mit der Wirtschaft und Kunst- und Kulturinteressierten gesetzt hat, bietet sich ein dezentrales Festival natürlich an. Bei so einem Festival werden viele Kreativschaffende der Euregio unter einem Deckmantel plötzlich sichtbar und die Kreativschaffenden untereinander, können genau das finden, was sie gerade brauchen. Ich kann mich mal als Beispiel nehmen: Ich brauche als Kreativschaffender Galeristen, die meine Möbel ausstellen und Galeristen brauchen Kreativschaffende, die ihre Räume füllen. Durch die Ausstellung erreichen die Kreativschaffenden so Kunden und der Galerist Besucher.

In der Kreativwirtschaft gewinnt nun mal keiner alleine. Wir brauchen Netzwerke und das Festival ist perfekt um in der Euregio zu netzwerken.

Hast du den vor auch noch andere Veranstaltungen des hello creator Festivals zu besuchen?

Ich habe noch keine konkreten Pläne, aber ich möchte auf jeden Fall bei der ein oder anderen Veranstaltung zugegen sein. Das ist noch ein großer Vorteil von so einem dezentralen Festival: Irgendetwas interessantes findet sich immer, was man besuchen kann.


Interview with Marco Iannicelli

Marco Iannicelli is an independent product designer and artist. His focus is on designing furniture and light objects. „The furniture is my canvas,“ he tells Creatopia in an interview, „They are the medium of my artistic message.“

Marco Iannicelli opened his studio in 2010, right after graduating from the Academy of Fine Arts Maastricht. Since 2010 he enjoyes national and international success with his work. As a creative of the Euregio he organizes together with Fabian Seibert and Nora Huszka an exhibition in the context of the hello creator festival. In this, among other things, his artwork „ONE BRANCH“ is presented.

In an interview with Creatopia he talks about the hello creator festival, his creative work and „ONE BRANCH“.

Who are you?

I can’t tell you exactly who I am. I’d rather tell you what I do. I’m Marco Iannicelli and I’m a product designer. I studied at the Academy of Fine Arts in Maastricht until 2010 and started my own studio right after that.  Since then I have been involved in the design of furniture and utilitarian objects, creating my own manufactory. The furniture is my canvas. The functionality of the furniture and objects thus become the medium of my artistic message.

Do you exhibit your furniture at your event as part of the hello creator festival?

No. The exhibition in the gallery is this time about a pure art object without a specific functionality. But design and art often blur into one another anyway. In the context of the hello creator festival I would like to present the installation „One Branch“. A work of art carved out of a branch, representing a chain. I carved everything by hand and with the simplest tools. I also wrote a haiku for it, which will also be part of the exhibition.

 „One Branch“ won’t be the only exhibit, either, though. The exhibition will feature pieces from three different designers and artists. Fabian Seibert will present 10 outfits from his new latex fashion label and Nora Huszka will showcase an entire year of her work through a reading and an exhibition of her art.

A colorful mix?

Absolutely. We had the first opening day yesterday and although everything is so different, it worked really well. Since the gallery of Benjamin Fleig is in Belgium, we also have the advantage that under strict hygiene regulations people are still allowed to visit the exhibition and not everything has to be held virtually. However, the hello creator festival will take place virtually.

What exactly will happen at the hello creator festival?

There will be a virtual tour. We’re still planning how exactly we’re going to design it. But it should be possible to follow everything that you can experience and see here on site virtually.  We will find a good arrangement.

As a decentralized festival, the hello creator festival is not a normal festival. What do you see as the advantages of such a decentralized festival?

I think centralized and decentralized festivals both have their advantages and disadvantages. So I wouldn’t say that a decentralized festival is better or worse than another festival. It is just different.

Since hello creator e.V. has set as one of its major goals the networking of creative people with each other and of creative people with the business world, a decentralized festival naturally lends itself to this. At such a festival, many creative people of the Euregio suddenly become visible under one cover and the creative people among themselves can find exactly what they need. I can take myself as an example: As a creative artist, I need gallery owners to exhibit my furniture and gallery owners need creative artists to fill their rooms. Through the exhibition, the creative artists reach customers and the gallery owner visitors.

In the creative industry, no one wins alone. We need networks and the festival is perfect for networking in the Euregio.

Do you plan to visit other events of the hello creator festival?

I don’t have any concrete plans yet, but I would definitely like to be present at one or the other event. That’s another great advantage of such a decentralized festival: There’s always something interesting to visit.

Website: marcoiannicelli.com
instagram: @marco.iannicelli.official

#FOLOW US ON INSTAGRAM @HELLO.CREATOR